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Asien

Asien ist der östliche Teil Eurasiens und nicht nur der flächenmäßig größte, sondern auch der bevölkerungsreichste und am dichtesten besiedelte Kontinent. Ein Drittel der Landmasse des Planeten und circa 60% der Erdbevölkerung entfallen auf Asien.

Asien ist in vielerlei Hinsicht ein Kontinent der Extreme. Auf keinem anderen Kontinent gibt es so unterschiedliche kulturelle Systeme. In Asien sind alle fünf Weltreligionen beheimatet, im Gegensatz zu den anderen Kontinenten, die alle größtenteils durch das Christentum und im Falle Afrikas noch durch den Islam geprägt sind. Dazu gibt es eine Vielzahl weiterer Religionen, die auch im modernen Denken der Europäer Anklang finden. In Asien finden sich eine Menge verschiedener Sprachen, einige in China und Indien gehören zu den meistgesprochenen der Welt.

Kulturell könnten die Unterschiede zwischen dem Nahen Osten, der ja schon in der Türkei beginnt, und dem Fernen Osten kaum größer sein. Viele große Reiche sind in Asien entstanden und wieder untergegangen. Seine exponierte bevölkerungsreiche Stellung hat es aber erst seit dem 20. Jahrhundert, in vielen Ländern gab es geradezu eine Bevölkerungsexplosion. So leben allein jeweils in Indien und China über eine Milliarde Menschen. Auch ist der Unterschied zwischen armen Entwicklungsländern und hoch entwickelten Industrieländern in Asien sehr groß.

Asien ist ein Kontinent geographischer Extreme. Das fast unbesiedelte, unwirtliche Sibirien ist zum großen Teil noch nahezu unberührt, dafür gibt es in China, Japan, Indien und Südostasien einige der größten und schnellstwachsenden Metropolregionen der Welt: 12 der 20 größten Metropolen liegen in Asien, die mit Abstand meisten Millionenstädte gibt es ebenfalls hier, vor allem in China.

Asien ist insbesondere im östlichen Teil von großen Flüssen durchzogen, diese münden entweder ins Polarmeer (Jenissej, Lena, Ob), in den Pazifik (Amur, Jangtse, Mekong, Gelber Fluß) oder in den indischen Ozean (Indus, Ganges). Jeder dieser Flüsse ist Rückgrat für ganze Kulturen und Industrialisierungsprozesse und viele haben oft auch mythisch-religiöse Bedeutung.

In Zentralasien erstrecken sich weitläufige Wüsten und die höchsten Gebirge der Erde. Hier befinden sich alle "Achttausender“, unter ihnen die höchste Erhebung der Erde: der Mount Everest. Ein starker Gegensatz dazu: die für das Erdklima so wichtigen Regenwälder Südostasiens. Hier herrscht tropisches Klima und es kommt oft zu wetterbedingten Naturkatastrophen, vor allem Überschwemmungen. Auch Erdbeben sind in den Randgebieten Asiens keine Seltenheit.